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Abfindungsvergleich

Vorsicht ist geboten beim Abfindungsvergleich! In der Regel gewähren die Haftpflichtversicherungen eine Abfindung nur, wenn Sie im Gegenzug auf alle bekannten oder unbekannten, entstandenen oder künftigen Ansprüche verzichten.

Selbst wenn Sie meinen, Sie können mit den Spät- bzw. Dauerfolgen leben, tragen Sie dann aber das Risiko einer unvorhersehbaren Verschlechterung. Im günstigsten Falle bedingt man sich aus, dass der Schädiger einstandspflichtig bleibt für den Fall, dass sich ein bestimmtes Risiko verwirklichen sollte. Das Problem ist aber meist, das Risiko überhaupt konkret zu benennen.

Häufig übersehen wird (auch von Anwälten), dass ein Verzicht auf künftige Ansprüche auch solche Ansprüche erfasst, derentwegen Sie zwar zunächst von anderer Seite eine Entschädigung erhalten, so z. B. die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber oder Leistungen einer privaten Krankenversicherung. Sobald diese aber ihrerseits den Regress beim Schädiger suchen, könnte der Schädiger diesen Leistungsträgern Ihren Verzicht entgegenhalten. Und dann könnten diese Leistungsträger wiederum von Ihnen eine Rückforderung verlangen, weil Sie den Regress durch den Verzicht vereitelt haben. Im Abfindungsvergleich müssen solche Ansprüche, die erst im Leistungsfall auf den Leistungsträger übergehen, vom Verzicht ausdrücklich ausgenommen werde